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Streikwelle erreicht die Region Trier

KiTa-Streik

Streikwelle erreicht die Region Trier

500 ErzieherInnen aus über 30 Einrichtungen beteiligt 12.05.2015

Seit heute beteiligen sich über 30 Kindertagesstätten in der Region Trier aktiv an den bundesweiten Streikaktionen. Zu einer Kundgebung der Gewerkschaften ver.di und GEW kamen heute rund 500 Erzieherinnen und Erzieher nach Trier um ihrer Forderung nach einer gerechten Eingruppierung Gehör zu verschaffen. Mehr als 30 Kindertagesstätten in der Region blieben heute geschlossen. Neben Hillesheim, Spangdahlem, Langsur und Wincheringen treten auch die Beschäftigten  aller kommunalen Kindertagesstätten in Trier in den unbefristeten Streik, d.h. dass ihre Kitas ab sofort bis auf weiteres geschlossen bleiben. Andere Kindertagesstätten in der Region schließen nur an einzelnen Tagen. Näheres kann vor Ort erfragt werden.

„Wir wollen den Druck in den festgefahrenen Verhandlungen mit den kommunalen Arbeitgebern über eine finanzielle Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe noch einmal deutlich erhöhen“, so Thorsten Servatius, stellv. Geschäftsführer im ver.di Bezirk Region Saar Trier. „Der Unmut unter den Beschäftigten über die Blockadehaltung der Arbeitgeber in den Verhandlungen ist groß“, weiß Servatius zu berichten. Den Gewerkschaften ver.di und GEW geht es in den Verhandlungen darum, die Bezahlung der Beschäftigten in den Sozial- und Erziehungsberufen den gestiegenen Anforderungen anzupassen und deutlich zu erhöhen.

„Heute werden die Beschäftigten in Kitas zum Beispiel nach Tätigkeitsmerkmalen eingruppiert, die überwiegend noch aus dem Jahr 1991 stammen. Die Arbeit in den Einrichtungen der frühkindlichen Bildung hat sich aber enorm gewandelt“, argumentiert Christine Gothe, Mitglied der ver.di-Landesbezirksleitung Rheinland-Pfalz-Saarland heute in Trier. „Wir haben überhaupt kein Verständnis dafür, dass die kommunalen Arbeitgeber nicht bereit sind, für gute, qualifizierte Bildungs- und Erziehungsarbeit besser zu bezahlen“, so Gothe weiter.

Antje Koch ergänzt in ihrem Statement, dass die Betreuungsverträge mit den Eltern durch die Kommunen abgeschlossen werden: „Es ist ärgerlich, dass die Kommunen nun versuchen, uns den schwarzen Peter zuzuschieben. Die Kommunen sind als Mitglieder der Arbeitgeberverbände genauso Teil dieser Auseinandersetzung, wie wir als Gewerkschaften.“

Nähere Informationen erhalten Sie von:

Thomas Müller                                      
ver.di Bezirk Region Saar Trier                      
Geschäftsführer                                          
Tel. mobil und Festnetz: (06 81) –  9 88 49 -1 30

Thorsten Servatius                               
ver.di Bezirk Region Saar Trier                      
stellvertr. Geschäftsführer                            
Tel. mobil: (01 70) –  5 63 99 00

Erzieherinnen fordern gerechten Lohn ver.di Streikwelle erreicht Trier

Pressekontakt

Jürgen Holzhauser St. Johanner Str. 49
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