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Die Katze beißt sich in den Schwanz!

Gewerkschaft ver.di kritisiert Vorgehensweise der Landesregierung

Die Katze beißt sich in den Schwanz!

26.01.2015

„Der Rat der Weisen zum Stellenabbau im Saarland fordert ein betriebliches Gesundheitsmanagement, damit die Beschäftigten keinen Schaden an Leib und Seele erleiden, wenn sie in naher Zukunft die Arbeit von 2500 weggekürzten KollegInnen zusätzlich erledigen müssen. Das heißt doch entweder, dass bisher mit der Gesundheit Schindluder getrieben wurde oder dass blauäugig nach einer Verbesserung gesucht wird, die schon längst nicht mehr möglich ist", so Bernd Schuhmann, Personalratsvorsitzender bei der Landeshauptstadt Saarbrücken, Experte der Gewerkschaft ver.di für den Bereich Kommunen.
 
„Die Überbelastung der KollegInnen wird unweigerlich zu einer steigenden Anzahl von Erkrankungen führen. Nicht nur wir von ver.di wissen ja nun schon länger, dass das Saarland im Bereich psychischer Erkrankungen, zu denen auch die Burnout-Symptomatik zählt, bundesweit einen Spitzenplatz einnimmt. Wenn diese Belastung weiter wächst, ist die Katastrophe absehbar", ergänzt Thomas Müller, Geschäftsführer des ver.di – Bezirks Region Saar Trier.
 
„Da die Arbeit der nach dem Stellenabbau nicht mehr vorhandenen KollegInnen trotzdem verrichtet werden muss, stellt sich doch die Gretchenfrage, von wem das geleistet werden soll. Dann gibt es zwei Möglichkeiten – entweder man lässt die Bürger mit der nicht mehr existierenden wichtigen öffentlichen Dienstleistung an der langen Hand verhungern oder – und das erachte ich als wahrscheinlicher – es muss für existenziell wichtige Aufgaben Neueinstellungen geben, für die an anderer Stelle schon wieder gekürzt wird. Also beißt sich spätestens dann die Katze in den Schwanz", pflichtet Michael Blug bei, designierter Leiter des neuen Landesbezirks Rheinland-Pfalz-Saarland.
 
„Auch ist es schon sehr verwunderlich, dass Herr Bouillon weiterhin beim Personal in Städten mit mehr als 15.000 Einwohnern immer noch Einsparpotential beim Personal sieht. Da kann man nachvollziehen, wie sich Einsichten und Einstellungen ändern, wenn man seinen eigenen Arbeitsplatz nur gerade mal auf die andere Seite der Straße verlagert", ergänzt Bernd Schumann.
 
„Ganz in den Hintergrund getreten ist offensichtlich der Wille zu der notwendigen Änderung der Politik. Das ewige Gejammer, es sei einfach kein Geld da, wird langsam, aber sicher zum Totschlagargument. Die von ver.di nun schon so oft wiederholte Forderung nach einer neuen Politik, u.a. Änderungen bei der Steuerpolitik oder einer Entschuldung des Landes, verhallt immer noch ungehört. Es bleibt zu hoffen, dass unsere Kampagne ‚Eine Region steht auf' alle Kräfte im Land bündeln wird, um denen das Handwerk zu legen, die es offensichtlich nicht mehr auszuüben verstehen", so Thomas Müller zum Schluss.

Nähere Informationen erhalten Sie von:

Thomas Müller                                    
ver.di Bezirk Region Saar Trier                   
Geschäftsführer                                        
Tel.: (06 81) – 9 88 49-1 30           
Mobil: (01 70) –  5 74 92 02
 
Bernd Schumann
ver.di – Bezirk Region Saar – Trier
Vorsitzender des Fachbereichs Gemeinden
Mobil: (01 70) 8 04 77 04

Michael Blug                                       
ver.di  Landesbezirk                                 
Rheinland-Pfalz-Saarland
Tel.:  (06 81) – 9 88 49 – 1 20
Fax:  (06 81) – 9 88 49 – 1 69
Mobil: (01 71) – 8 65 91 85

Betriebliches Gesundheitsmanagement: Schindluder oder Blauäugigkeit? Stefan Bayer / pixelio.de Betriebliches Gesundheitsmanagement

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