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Brandschutzbedarfsplan längst überfällig

Landeshauptstadt kommt gesetzlichem Auftrag nicht nach

Brandschutzbedarfsplan längst überfällig

03.09.2015

Spätestens seit September 2007 hat der saarländische Gesetzgeber die flächendeckende Erstellung eines Bedarfs- u. Entwicklungsplans für den Brandschutz, die technische Hilfe und die Regelausstattung der Feuerwehren mit Fahrzeugen für alle Gemeinden im Saarland zur Pflicht gemacht.
Hauptziel ist dabei, die Sicherheit der Bevölkerung und ortsansässiger Unternehmen oder Institutionen zu gewährleisten, auch mit all den dabei anfallenden unterschiedlichsten Erfordernissen. Darüber hinaus soll die Bedarfs- und Entwicklungsplanung die Einsatzfähigkeit der Feuerwehren sicherstellen. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Bestreben, eine eventuelle Eigengefährdung der Mitarbei-terInnen auszuschließen.
Nachdem die Gemeinden weitgehend die Planungen abgeschlossen haben, fehlt bis heute alleine für die Landeshauptstadt Saarbrücken ein solcher Brandschutzbedarfsplan. Die in jüngster Zeit aufgetretenen Schwierigkeiten während der Brandbekämpfung bei Halberg Guss, im Krankenhaus Püttlingen oder der Hydac Sulzbach haben jedoch deutlich gemacht, welch hohen Stellenwert ein Brandschutzbedarfsplan in Zukunft haben wird. Auch mögliche Beinaheunfälle müssen durch eine detaillierte Vorausplanung vermeidbar werden, um nicht doch irgendwann zu tatsächlichen Unfällen mit dann unabsehbaren Folgen zu führen.
„Zurzeit orientiert man sich in Saarbrücken an einem Mindeststandard, wie ihn die Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren (AGBF) definiert. Dabei werden weder die örtlichen Gegebenheiten noch die damit verbundenen völlig unterschiedlichen Erfordernisse berücksichtigt. Zudem wird eine Eigengefährdung der Rettungskräfte bei einem Erstschlag billigend in Kauf genommen“, so Thomas Müller, Geschäftsführer des ver.di - Bezirks Region Saar Trier.
Eine solche Vorgehensweise liefe dem Auftrag des Gesetzgebers zuwider. Solange die Landeshauptstadt Saarbrücken ihren Pflichten nicht nachkäme, würde die Gefährdung der Feuerwehrleute und der Rettungskräfte weiter bestehen.
„Ich fordere daher den Stadtrat der Landeshauptstadt auf, sich unverzüglich mit der erforderlichen Planung zu befassen und die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen“, so Thomas Müller zum Schluss.
 
Nähere Informationen erhalten Sie von:

Thomas Müller                             
ver.di Bezirk Region Saar Trier         
Geschäftsführer  
Telefon:    (06 81) – 9 88 49-1 30   
mobil:        (01 70) –  5 74 92 02

Stefan Schorr
Gewerkschaftssekretär
ver.di  Bezirk Region Saar Trier
Fachbereich Gemeinden
Festnetz und mobil: (06 81) 9 88 49-1 40
 

Pressekontakt

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