Soziale Dienste & Wohlfahrt

Protest vorm Schwesternverband

Corona-Prämie für die Systemrelevanten

Viel Applaus und keine Prämie

Am Dienstag, den 30.Juni 2020, hatte die Gewerkschaft ver.di die Beschäftigten beim Schwesternverband, in der Einrichtung Laurentiushöhe on Schwemlingen, zu einer „aktiven Mittagspause“ aufgerufen. Zwischen 70 und 100 Kolleginnen und Kollegen folgten dem Aufruf. Die Beschäftigten der Altenpflege erhalten eine Corona-Prämie in einer Höhe bis zu 1.500 Euro. Die Beschäftigten in der Behindertenhilfe sollen leer ausgehen. Die Wut über diese Ungleichbehandlung ist auf der Laurentiushöhe sehr groß. ver.di fordert Anerkennung und Respekt für Ihre Arbeit schwere Arbeit und Auszahlung der Corona-Prämie auch an die Beschäftigten der die Behindertenpflege.

Der Pflegebeauftragte sprach von der Leiter ver.di 03 Der Pflegebeauftragte sprach von der Leiter
Protest mit Abstand ver.di 03 Protest mit Abstand
Demonstranten ver.di 03 Demonstranten
Viele kamen ver.di 03 Es kamen alle, die kommen konnten
Auch in Corona-Zeiten kann man demonstrieren ver.di 03 Auch in Corona-Zeiten kann man demonstrieren

„Klatschen allein reicht nicht. Der erhöhte Unterstützungsbedarf in der Behindertenhilfe und die besonderen Hygieneanforderungen während der Pandemie verlangen den Beschäftigten seit Wochen viel ab. Ich kann nicht verstehen, dass Bund- wie auch Landesregierung diese aktiven Pflegekräfte vergessen hat,“ so die zuständige Gewerkschaftssekretärin Kerstin Schäfer. Eine solche Zahlung ersetze aber keinesfalls eine dauerhafte gute Vergütung für diese verantwortungsvolle und oft auch belastende Arbeit. Die nicht zuletzt unter dem Aspekt der Inklusion gestiegenen Anforderungen in der Behindertenhilfe müssten sich auch dauerhaft in einer besseren Bezahlung niederschlagen.

Nach Ansicht des Pflegebeauftragten Michael Quetting sind die Kolleginnen und Kollegen der ambulanten und stationären Eingliederungshilfe seit Wochen aufgrund der Corona-Pandemie extrem gefordert „Sie tragen die Verantwortung für Menschen mit einem besonderen Schutzbedarf, und gleichzeitig sind Maßnahmen zum Infektionsschutz bei Menschen mit geistiger oder psychischer Beeinträchtigung nur schwer umzusetzen. Indem man nun auf der Laurentiushöhe zwischen Altenpflege und Behindertenpflege unterscheidet, ist eine haltlose Ungerechtigkeit entstanden, die dringend beseitig gehört,“ meinte Quetting, dessen Organisation für alle systemrelevanten Kräfte eine Corona-Prämie fordert.

ver.di hatte schon im März für alle systemrelevanten Kolleginnen und Kollegen Bonuszahlungen gefordert.

Die Beschäftigten u.a. im Gesundheits- und Sozialwesen halten dieses Land für uns alle am Laufen. Sie stehen unter extremen Belastungen und gefährden zum Teil in besonderer Weise ihre eigene Gesundheit.

ver.di hatte die Arbeitgeber aufgefordert, in Gespräche über Bonuszahlungen einzutreten. „Denn unsere Position ist klar: Wir fordern einen Bonus auch für alle Beschäftigte in Krankenhäusern, Rehakliniken, der Behindertenhilfe und allen anderen Bereichen, die in der derzeitigen Krise gefordert sind und das Gesundheits- und Sozialwesen am Laufen halten.

Mit dieser Protestpause fordern wir eine bessere Ausstattung der Einrichtungen für behinderte Menschen mit Schutzausrüstung, Tests und die Zahlung einer Corona-Prämie für die Beschäftigten aufgrund der besonderen Anforderungen während der Pandemie,“ so der Pflegebeauftragte.

Der Redner berichtete von den verschiedenen Aktionen unter Corona-Bedingungen für eine gerechte Behandlung. So gibt es an der Uniklinik eine Petition an den Ministerpräsidenten, die über 800 Beschäftigte unterzeichnet haben, in den betrieben habe man Fotoaktionen gestartet und speziell die Krankenhäuser waren vor der Staatskanzlei und protestierten gegenüber der Gesundheitsministerin.

Die Protestierenden die große Aufmerksamkeit durch Radio, Fernsehen und Saarbrücker Zeitung erhielten, forderten den Schwesterverband wie aber auch die Krankenhäuser zur Zahlung der Prämie auf.

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