Krankenhäuser

Uniklinik Homburg wird zum Streik gerufen

Mittwoch, 25.03.2015

Uniklinik Homburg wird zum Streik gerufen

Die Gewerkschaft ver.di ruft alle Tarifbeschäftigten, Auszubildenden, Praktikantinnen und Praktikanten bei der Uniklinik des Saarlandes in Homburg am Mittwoch, den 25. März 2015 ab 06:00 Uhr zum ganztägigen Warnstreik auf!

Auf einer Versammlung in der Uniklinik hat ver.di Sekretär Michael Quetting die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber scharf kritisiert und an den Streik von 2006 erinnert.

Auch in der dritten Verhandlungsrunde legten die Arbeitgeber erneut kein Angebot vor! Sie halten vielmehr an Leistungseinschnitten in der Zusatzversorgung fest und machen dies zur Voraussetzung für ein Angebot zur Erhöhung der Einkommen. ver.di lehnt Eingriffe in das Leistungsrecht und damit in die spätere Zusatzrente ab!006 erinnert.

Wer Wind säht, wird Sturm ernten.

Sekretär Quetting in der Uniklinik Homburg

Beim Ausschluss sachgrundloser Befristungen und einer verbindlichen Übernahmeregelung wurde kein Fortschritt erreicht.

Dazu Quetting: „Wir müssen nun gemeinsam für unsere Forderungen eintreten und den Druck vor der nächsten Verhandlungsrunde nochmal erhöhen. Nur so können wir deutlich machen: Wir wollen ein Angebot ohne Eingriffe in die Zusatzversorgung!“

Noch nicht einmal die kleine Krankenhausforderung, den Nachtarbeitszuschlag für die Beschäftigten in Krankenhäusern in Höhe des für alle geltenden Satzes von 20 Prozent anzuheben, wird entsprochen. „Diese geringe Wertschätzung der Krankenhausbeschäftigten macht uns wütend,“ stellte der ver.di-Betriebsgruppensprecher Frank Murer fest.

Streikdemo in Mainz ver.di Saar Trier Streikdemo in Mainz

Schwerpunkt der dritten Verhandlungsrunde war erneut die Zusatzversorgung bei der VBL. ver.di erkannte einen Handlungsbedarf sowohl für den kapitalgedeckten Abrechnungsverband Ost als auch für den umlagefinanzierten Abrechnungsverband West an. Die von der TdL geforderte Leistungsabsenkung wurde von ver.di mit aller Deutlichkeit zurückgewiesen!

Im Interesse der Sicherung der Betriebsrente kann sich ver.di höhere Finanzierungsbeiträge vorstellen, an denen auch die Arbeitnehmer beteiligt werden. Die Arbeitgeber waren dazu nicht bereit und bestanden auf Leistungskürzungen.

Noch immer waren die Arbeitgeber nicht bereit, ein Angebot für Entgelterhöhungen abzugeben. Aus ihrer Sicht muss erst eine Einigung bei der Zusatzversorgung erzielt werden

Keine Angebote der TdL gab es auch zu den weiteren ver.di-Forderungen. ver.di fordert:

  • Erhöhung der Entgelte um 5,5 Prozent, mindestens aber um 175 Euro
  • Erhöhung der Ausbildungsentgelte um 100 Euro
  • Verbindliche Übernahmeregelung für Auszubildende
  • Ausschluss sachgrundloser Befristungen

Es wurde verabredet, die Verhandlungen am 28./29. März 2015 in Potsdam fortzusetzen.

Die Uniklinik Homburg war im Zusammenhang mit dieser Tarifrunde schon am 12. März in den Streik getreten. man beteiligte sich an einer Kundgebung in Mainz. Insgesamt streikten 100.000 Kolleginnen und Kollegen in ganz Deutschland. Vorneweg auch die Unikliniken so u.a. in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln und Münster.

„Aber offensichtlich hat das nicht gereicht, um die Arbeitgeber zu überzeigen,“ meinte Michael Quetting in Homburg. Jetzt gelte es mit mehr Kolleginnen und Kollegen in den Streik zu treten. Am kommenden Mittwoch gibt es an der UKS nur Notbesetzung.

Der Streik beginnt für 24 Stunden um 6:00 Uhr am 25. März 2015. Wir treffen uns in der Klinik am Wendehammer. Von dort startet um 8:00 Uhr eine Demonstration durch die Kreisstadt Homburg. Wir ziehen gemeinsam in unser Streiklokal von 2006, in das Sportheim . des SC Union Homburg in der Zweibrücker Straße. Dort erfolgt auch die Streikerfassung in den bekannten Listen. gegen 10:00 Uhr fahren wir von dort zur Streikdemonstration in die Landeshauptstadt Saarbrücken. Dort findet im Anschluss eine Kundgebung der Streikenden statt.