Ge­sund­heit, so­zia­le Diens­te, Wohl­fahrt und Kir­chen (FB 03)

Julia kommt und Hans geht.

Bezirksfachbereichskonferenz

Bezirksfachbereich wählte neuen Vorstand

Arbeitskampf am UKS wird vorbereitet
Konferenzleitung, rechts Julia Holzhauser ver.di Saar Trier Die Konferenzleitung

Die Bezirksfachbereichskonferenz des Fachbereiches Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen in der Region Saar Trier wählte am 8. Juni 2018 die 34jährige OTA Julia Holzhauser zur Vorsitzenden des Fachbereichsvorstandes, Stellvertreterin wurde die Krankenpflegerin Pia Knörr.

Auf der 1. Vorstandssitzung wurden neben Julia und Pia auch Heike Rehkopf, Katja Gerhart und Daniela Kappes in das Präsidium gewählt. Weiter gehören dem Vorstand des Fachbereiches, der über 9.500 Gewerkschaftsmitglieder in dem Bereich Gesundheit, Soziale Arbeit, Wohlfahrt und Kirchen vertritt, an: Golnaz Abedian, Kerstin Busch-Geerstema, Renate Ganster, Sabine Hmbert, Jacqueline Lindinger, Christian Schorr, Gabi Scuelfort, Iris Spanier-Dielmann und Jörg Sponholz. Damit habe man ganz bewusst einen deutlichen Generationswechsel vollzogen. Das war der Wunsch des alten Vorstandes unter der Leitung des erfahrenen Pflegers Hans Ruge gewesen. Lediglich drei Kolleginnen und ein Kollege des alten Vorstandes hatten erneut kandidiert.  Kollegin Julia Holzhauser bedankte sich bei der Konferenz für das in den neuen Vorstand gesetztes Vertrauen und bat die älteren Kolleginnen und Kollegen um Hilfe bei der Einarbeitung in die neuen Aufgaben.

Die Konferenz danke dem scheidenden Vorsitzenden Hans Ruge für seine jahrelange Tätigkeit für ver.di. Hans ist weiterhin Gesamtbetriebsratsvorsitzender des Knappschaftsklinikums Saar. Ebenfalls bedankten sich die ver.dianer bei seiner Stellvertreterin Susanne Reimer-Jahr, die im Herbst auf der Landesfachbereichskonferenz Rheinland-Pfalz-Saarland zur Vorsitzenden des Ladesfachbereiches vorgeschlagen wurde.

Die Sprecherin der ver.di Betriebsgruppe in den Unikliniken des Saarlanes in Homburg war auch auf der Konferenz am 8.6. im Großen Saal der Arbeitskammer in Saarbrücken und warb für Unterstützung für die Homburger Kolleginnen und Kollegen.

Zu Beginn gab es einen Film ver.di Saar Trier Zu Beginn gab es einen Film

Auf der Konferenz informierten die ver.di Gruppe der Uniklinik, dass man am vormittag letztmalig versucht versucht habe, die Uniklinikleitung zu Verhandlungen zu einem Tarifvertrag Entlastung zu bewegen. Diese Gespräche zwischen einerseits dem Unidirektor Kerle und den Herren Müller und Quarz und andereseits den Kollegen Hutmacher, Müller und Quetting hätten sich im Kreis gedreht, da die Uniklinikleitung mitteilte, dass die Staatskanzlei keine Erlaubnis für einen Tarifvertrag geben würde.

ver.di hatte der Leitung ein Ultimatum gestellt, welches am 22. Juni ausläuft. Wenn bis zu diesem Datum kein Tarifvertrag, mindestens auf dem Niveau wie die Uniklinken Baden-Württembergs, vereinbart würde, würde man sich auf einen Erzwingungsstreik vorbereiten. 

Aufmerksame ZuhörerInnen ver.di Saar Trier Aufmerksame ZuhörerInnen
Thomas Müller ver.di Saar Trier Bezirksgeschäftsführer Thomas Müller hält ein Grußwort
Frank Hutmacher ver.di Saar Trier Am Pult der Fachbereichsleiter Frank Hutmacher

ver.di verlangt neben zusätzlichen Personal, Mindestzahlen für alle Bereiche und Schichten einem 50-köpfigen Springerpool für Notfälle. Weitere Forderungen sind: keine Nacht alleine, eine bezahlte Freischicht nach drei Bereitschaftsdiensten und klare Konsequenzen-Management bei Nichteinhaltung.

Um diese Aktivitäten zu planen wird ver.di für kommenden Dienstag, (12.06.) zu einem dreistündigen Warnstreik aufrufen und aus jedem Team eine Delegierte zu einem „Ratschlag“ bitten. ver.di werde den Teamdelegierten vorschlagen am 20. Juni im Rahmen eines Warnstreiks nach Düsseldorf zur Gesundheitsministerkonferenz zu fahren.

Große Einmütigkeit bei den Abstimmungen ver.di Saar Trier Große Einmütigkeit bei den Abstimmungen
AktivistInnen des Fachbereichs ver.di Saar Trier AktivistInnen des Fachbereichs
Während der Konferenz ver.di Saar Trier Während der Konferenz
Konferenzunterlagen ver.di Saar Trier Die Tagesordnung

Deshalb hat die Gewerkschaft dem UKS am Freitag einen Entwurf für eine Notdienstvereinbarung vorgelegt, um den Beschäftigten die Möglichkeit zur Wahrnehmung ihres Streikrechtes bei gleichzeitiger Absicherung einer Notversorgung zu gewährleisten. Wie der zuständige Gewerkschaftssekretär Michael Quetting mitteilt, gäbe es ganze Stationen, die sich am Streik beteiligen wollen: „Die Klinikleitung steht in der Verantwortung, dass durch den Streik keine Patienten zu Schaden kommen. Wir fordern darum eine Notdienstvereinbarung ein.“Die Konferenz rief auf, sich an der Demonstration und Rheinüberquerung am 20.6. in Düsseldorf aus Anlass der Gesundheitsministerkonferenz zu beteiligen. Es werden Busse ab dem Saarland fahren. Außerdem werde man eine Nachtdemonstration und Mittwrenachtkundgebung am 22. Juni in Homburg durchführen.

Die Gewerkschaftskonferenz empfahl den Homburger Teamdelegierten nach Auslaufens des Ultimatums, mit einem Countdown, eine Urabstimmung vorzubereiten. Für einen Arbeitskampf bedarf es der Zustimmung von 75 % der Mitglieder. „Wir sollten jetzt für diese Zustimmung werben und die notwenigen Strukturen für einen mehrwöchigen Arbeitskampf schaffen. Wir sollten nach den Sommerferien soweit sein, dass wir eine Urabstimmung durchführen können,“ so Frank Hutmacher, der für ver.di die Verhandlungen führt.