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Erklärung von Saar-Mobil nicht bindend

ver.di warnt vor möglicher Mogelpackung

Erklärung von Saar-Mobil nicht bindend

Nach den Forderungen der Gewerkschaft ver.di und dem daraus resultierenden öffentlichen Druck hat Saar-Mobil in einer Erklärung die Übernahme der 180 Beschäftigten zu gleichen Löhnen zugesichert. Sicherheit für die Belegschaft entsteht jedoch nicht alleine aus einer Erklärung zu möglichen Einzelverträgen, die notwendige Rechtsgrundlage kann nur in einem Überleitungstarifvertrag geschaffen werden, der mit ver.di abgeschlossen werden muss.

„Die Gewerkschaft ver.di sieht die Zusage von Saar-Mobil zu einer Übernahme bei gleichen Löhnen zunächst zwar durchaus positiv, bei der denkbaren Neuvergabe geht es aber nicht alleine um die monatliche Bezahlung, die für sich gesehen auch zu einer Mogelpackung werden kann, wenn sich die bisher gewährleistete soziale Abfederung verschlechtern sollte oder gar völlig entfallen würde“, so Christian Umlauf, der für den Fachbereich Verkehr im ver.di - Bezirk Region Saar Trier zuständige Gewerkschaftssekretär . 

Aus diesem Grund fordert die Gewerkschaft für den Fall einer Vergabe der Linien an Saar-Mobil den eventuellen neuen Arbeitgeber schon jetzt auf, auch die betriebliche Altersversorgung zu übernehmen und weiterzuführen. 

Darüber hinaus müssen auch die übrigen Inhalte des bestehenden Tarifvertrags (z.B. die Arbeitszeit von 38,5 Wochenstunden) übernommen werden, mit einer Gewährleistung der sich ergebenden zukünftigen Lohnerhöhungen. Gleichzeitig muss das Tätigkeitsfeld der Beschäftigten erhalten bleiben und die vorhandene betriebliche Mitbestimmung übertragen und weitergeführt werden.

„Primäres Ziel der Gewerkschaft bleibt der Erhalt der KVS mit den aktuellen sozialen Absicherungen. Nach der Entscheidung der Genehmigungsbehörde erwarten wir von beiden möglichen späteren Betreibern den Abschluss, bzw. die Weiterführung eines fairen Tarifvertrags, der inhaltlich den Status Quo fortschreibt. Eigenwirtschaftlichkeit darf sich niemals, gleich wer der Arbeitgeber in Zukunft sein wird, auf dem Rücken der Beschäftigten entwickeln. Einem solchen Ansinnen werden wir uns mit aller Kraft widersetzen“, so Thomas Müller, Geschäftsführer der Gewerkschaft ver.di im Bezirk Region Saar Trier.