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ver.di erhöht Druck auf Arbeitgeber

Warnstreik in Saarbrücken

ver.di erhöht Druck auf Arbeitgeber

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die Beschäftigten von TSystems (TSI) in Saarbrücken am Donnerstag, 12. Mai 2016, zum teilschichtigen Warnstreik auf. Vor der dritten Runde der Tarifverhandlungen in Bonn für die rund 19.000 Beschäftigten von T‐Systems (TSI) wird ver.di den Druck auf den Arbeitgeber erhöhen.

Seit Dienstag sind ausgewählte Standorte des Unternehmens von Warnstreiks betroffen, am Donnerstag ist Saarbrücken mit dabei. Die Gewerkschaft rechnet mit ca. 100 Streikenden. Bundesweit werden bis zu diesem Tag insgesamt rund 1.500 Beschäftigte die Arbeit niederlegen.

Am 12. und am 13. Mai werden die Tarifverhandlungen in Bonn fortgesetzt. In den vorangegangenen zwei Verhandlungsrunden war der Arbeitgeber zu keinerlei Zugeständnissen bereit. „Weniger noch: T‐Systems will sich Einsparmaßnahmen von der Belegschaft bezahlen lassen“, kritisiert Andreas Wiese, zuständiger Fachbereichsleiter TK‐IT. „Alles wird teurer, nur die Ausreden des Arbeitgebers werden billiger. Deswegen werden die Beschäftigten jetzt ein erstes Zeichen setzen,was sie von der Taktik des Arbeitgebers halten“, sagt Wiese.

Die TSI‐Beschäftigten hätten mit ihrer Leistung zum guten Konzernergebnis beigetragen. Sie dürften von der Entwicklung im Gesamtkonzern nicht abgekoppelt werden.

ver.di fordert eine Erhöhung der individuellen Entgelte und der Entgelttabellen um fünf Prozent, eine Komponente zur überproportionalen Anhebung der unteren Einkommen sowie den Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen für die gesamte T‐Systems. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 12 Monate betragen.