Krankenhäuser

Charité auf saarländisch heißt Ottweiler

Aufruf zur Solidarität

Charité auf saarländisch heißt Ottweiler

Demo am 11.10.17

Weil ihr Arbeitgeber einseitig die Verhandlungen mit ver.di für beendet erklärte, haben Beschäftigte der Marienhausklinik in Ottweiler zu einer Demonstration am 11.10. ab 16:30 Uhr durch Ottweiler aufgerufen. Für die Forderung „Mehr Personal für unser Krankenhaus“ bitten sie Bevölkerung um Unterstützung und Teilnahme.

Auch die Kolleginnen und Kollegen anderer Krankenhäuser werden um Hilfe und Solidarität gebeten, geht es doch um bedeutend mehr als nur um den Pflegenotstand in Ottweiler.

In einem Brief der ver.di-Betriebsgruppe an ihre Kolleginnen und Kollegen heißt es: „Die Arbeitsbelastung im Klinikalltag ist nicht länger hinnehmbar. Seit Anfang des Jahres haben wir deutlich vernehmbar das ausgesprochen, was sowieso alle wissen: wir brauchen mehr Personal. Wir haben demonstriert, eine aktive Mittagspause gemacht, Briefe an den Bischof geschrieben und vieles mehr. Verändert hat sich bisher nichts. Der Arbeitsalltag und die im Leitbild festgehaltenen Werte stehen im offenen Widerspruch.“

Mehr Personal für unser Krankenhaus ver.di Saar Trier Plakat zur Demo
Wir alle sind Charité - so auch die Losung in Ottweiler ver.di Saar Trier Wir alle sind Charité - so auch die Losung in Ottweiler
Eine Abordnung der Marienhauskliniken erinnerte am Tag nach der Landtagswahl auf dem Flughafen die Politiker an ihre Versprechungen. ver.di Saar Trier Eine Abordnung der Marienhauskliniken erinnerte am Tag nach der Landtagswahl auf dem Flughafen die Politiker an ihre Versprechungen.

Gefordert werden bessere Arbeitsbedingungen, um Patienten eine würdevolle und menschliche Pflege zukommen lassen zu können. Stress sei zum Dauerzustand geworden.  Resignation, gefährliche Pflege und vielfältige Gefährdung der Gesundheit seien die Folge.

Die Beschäftigten wollen unter solchen Bedingungen nicht mehr arbeiten. Das ist der Hintergrund für eine bundesweite Bewegung für Entlastung.  Im Saarland wurden deshalb die Krankenhäuser zu einem Tarifvertrag Entlastung aufgefordert. Nach zwei Warnstreiktagen kam es an der Uniklinik und bei der SHG zu Verhandlungen. Bei der Caritas in Saarbrücken und der Marienhausgruppe sollten Gespräche aufgenommen werden. Ein geplanter Streik wurde abgesagt, aber die Gespräche kamen nie richtig in Gang. Der Arbeitgeber wollte die Beschäftigte vor Ort nicht einbeziehen. Als diese sich dann hilfesuchend an den Bischof wandten, beendete der kirchliche Arbeitgeber den Gesprächsansatz.

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