Kirchen

Protestversammlung

Fachbereich Gesndheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen

Protestversammlung am 24.4.17 - Wir bleiben alle!

Geriatrische Reha St. Wendel - Schließung zum 30. Juni vorgesehen

Auf einer Protestversammlung protestierten am Abend des 24.April im völlig überfüllten Nebenraum  des Lokals  Journal Beschäftigte der Marienhausklinik in St. Wendel gegen die Schließung der Abteilung für geriatrische Rehabilitation. Insgesamt sind über 70 Beschäftigte betroffen. Gemeinsam mit der Mitarbeitervertretung informierte die ver.di Betriebsgruppe. Unverständnis äußerten die Anwesenden, dass der Träger sehr kurzfristig informierte und beabsichtigt bis zum 30. Juni die Schließung vollzogen zu haben.

Als Begründung für die Schließung werden wirtschaftliche Gründe angegeben.  Pro Patient und Tag werden etwa 50 Euro von den Krankenkassen nicht bezahlt. In einer solchen Situation zog die Marienhausklinik die Reißleine. Damit ist vollkommen unklar, wo die Patienten einer geriatrischen Rehabilitation in Zukunft versorgt werden sollen, zumal die Auslastung in St. Wendel immer gewährleistet war. Angesichts der demografischen Entwicklung kann man die Ereignisse nicht nachvollziehen. Damit ist St. Wendel der einzige Landkreis im Saarland, der keine geriatrische Reha mehr haben wird.

Aufstehn für die Pflege und Reha erhalten ver.di Saar Trier Wir bleiben alle  – Sie stehen auf und das nicht nur für die Pflege.
Schon am Wochenende solidarisierten sich Kolleginnen und Kollegen der anderen saarländischen katholischen Krankenhäuser mit ihren KollegInnen aus St. Wendel. ver.di Saar Trier Solidarität der anderen katholischen Krankenhäuser  – Schon am Wochenende solidarisierten sich Kolleginnen und Kollegen der anderen saarländischen katholischen Krankenhäuser mit ihren KollegInnen aus St. Wendel.

Als Begründung für die gesundheitliche Versorgung kann nach Auffassung von ver.di nur der Mensch und nicht die Wirtschaft gesehen werden. Es gibt in St. Wendel einen Bedarf und folglich muss man diesem Bedarf entsprechen. Dazu kommt, dass die Abteilung Reha der Marienhausklinik über ausgezeichnetes Fachpersonal verfügt. Die Reha in St. Wendel werde nun dem Markt geopfert auch weil andernorts mit schlechter bezahlten Personal gearbeitet würde, hieß es auf der Veranstaltung. ver.di erwarte eine Intervention der Verantwortlichen Entscheider im  Kreis, Land und bei den Kassen. Die Unterfinanzierung ist umgehend zu beenden, denn es gibt im St. Wendeler Land einen Bedarf an geriatrischer Reha. Dies sei eine Frage der Veranwtortung gegenüber den älteren Menschen als auch gegenüber den gut ausgebildeten Beschäftigten. 

Die Beschäftigten selbst wollen alle in St. Wendel weiter arbeiten und möchten in der Marienhausklinik weiter beschäftigt sein. Deswegen versammelte man sich nach der Versammlung vor dem Rathaus, um deutlich zu sagen „Wir bleiben alle.“ Man will Arbeitsangebote für eine Arbeit im Krankenhaus St. Wendel haben. Das ist dort auch dringend nötig, weil man auch dort dringend Personal benötigt. Ferner wird gefordert, die befristete Verträge zu entfristen. Alle haben es verdient, bleiben zu können. Auf keinen Fall dürfe man die Reha schließen, bevor nicht alle Probleme zur Zufriedenheit der Beschäftigten geklärt seinen, betonten die Anwesenden. Es bestände keine Not zur überstützen Eile, unterstreicht der ver.di Betriebsgruppe im Marienkrankenhaus St. Wendel.